DER PODCAST ZUM LESEN – AKUSTIK IMPULSE & SARAHS OHR 🎙️

Featured Post Image - DER PODCAST ZUM LESEN – AKUSTIK IMPULSE & SARAHS OHR 🎙️

Wenn persönlich plötzlich beruflich wird – mein Weg mit Hörverlust, Hörakustik und SarahsOhr

Hinweis zur Barrierefreiheit:
Für diese Podcastfolge gibt es ein vollständiges Transkript. Reine Roh-Transkripte sind aber oft schwer zu lesen, viele Sprecherwechsel, Füllwörter und Brüche. Deshalb findest du hier alle Inhalte der Folge in einer gut lesbaren, strukturierten Textversion. Inhaltlich vollständig, für alle, die den Podcast nicht hören können oder lieber lesen.

Die Podcastfolge ist ein Gespräch zwischen Gabor, Klaus und mir (Sarah). Wir sprechen über meinen Hörverlust, meine Arbeit als Hörakustikermeisterin, Burnout, Neustart und darüber, warum ich SarahsOhr gegründet habe. Dieser Text fasst das gesamte Gespräch in Kapitel zusammen, behält aber den Ton und die wichtigsten Gedanken aus dem Original bei.


1. Wer ich bin – und warum Hören bei mir schon immer eine große Rolle spielt

Ich bin Sarah, Anfang 40, Hörakustikermeisterin, schwerhörig, Legasthenikerin, Mama und kreativer Chaosmensch. Mein beruflicher Weg war nicht gerade. Ich habe zuerst eine Ausbildung zur Informatikkauffrau gemacht. Später kam ein Hörsturz dazu, mein Gehör verschlechterte sich, ich wurde Hörgeräteträgerin – und bin schließlich selbst in der Hörakustik gelandet.

Schon vor meinem eigenen Hörverlust spielte Hören in meiner Familie eine große Rolle. In meiner Familie sind mehrere Generationen von Hörverlust betroffen:

  • Meine Schwester war von Geburt an hochgradig schwerhörig, hatte mit elf ihren ersten Höreinbruch und ist heute taub. Sie trägt ein Cochlea-Implantat.
  • Meinen Vater habe ich nur mit Hörgerät kennengelernt, er bekam seine ersten Hörsysteme mit Ende zwanzig.
  • Auch Oma, Uroma und Ururopa waren schwerhörig oder taub.

Ich bin also als Angehörige aufgewachsen – und irgendwann selbst zur Betroffenen geworden. Diese doppelte Perspektive zieht sich durch die gesamte Podcastfolge.


2. Der Hörsturz – der Moment, in dem alles anders wurde

Mein Hörsturz kam mitten im Arbeitsalltag. Ich war am Telefon, gestresst, viele Aufgaben gleichzeitig. Plötzlich konnte ich mein Gegenüber nicht mehr verstehen. In dem Moment war sofort klar: Hier stimmt etwas überhaupt nicht.

Durch die Erfahrungen mit meinem Vater und meiner Schwester hatte ich eine Ahnung, was passieren könnte. Ich habe das Telefonat beendet, mich krankgemeldet und bin direkt zum HNO-Arzt. Es folgten Untersuchungen, Krankenhaus, Infusionstherapie und der Satz, den viele kennen: Hörsturz, Tinnitus, wir versuchen zu stabilisieren.

Nach der Behandlung blieb ein leichtgradiger Hochtonhörverlust zurück. Zusätzlich wurde der Tinnitus ein dauerhafter Begleiter. Medizinisch war alles abgeklärt. Es war klar: Mein Gehör würde nicht wieder so wie vorher – und ich brauche Hörgeräte.

Für mich war das an sich weniger dramatisch, weil Hörgeräte in meiner Familie so normal sind wie eine Brille. Mein größter Gedanke war ein anderer: Ich bin Legasthenikerin, nehme extrem viel über das Gehör auf – wie soll das jetzt funktionieren, wenn Hören anstrengender wird?


3. Die ersten Hörgeräte – Geräusche neu lernen

Mit der Verordnung vom HNO bin ich direkt zum Akustiker nebenan gegangen. Ich wusste: Wenn ich damit nach Hause gehe, mache ich mir zu viele Gedanken und zögere den Termin nur raus. Also habe ich sofort einen Termin vereinbart.

Als die ersten Hörgeräte angepasst waren, gab es keinen magischen „Wow, jetzt ist alles perfekt“-Moment. Vieles war einfach anders. Manche Geräusche waren plötzlich sehr präsent:

  • Im Auto hatte ich das Gefühl, die Räder fallen gleich ab, weil Regen und Straßenkontakt so laut wirkten.
  • Der Blinker klang plötzlich übertrieben kräftig.
  • Zu Hause habe ich mich beim Betätigen des Lichtschalters erschrocken, weil ich das „Klacken“ gefühlt zum ersten Mal bewusst hörte.

Spannend daran: Manche Geräusche waren nur wenige Monate „weg“ – trotzdem hatte mein Gehirn sie schon nicht mehr auf dem Schirm. Das zeigt, wie schnell wir Geräusche vergessen, wenn sie nicht mehr vorhanden sind.

Ein anderes Beispiel ist Geschirrklappern. Dieses Geräusch war für mich zu Beginn extrem unangenehm. Ich habe die Spülmaschine quasi in Zeitlupe ausgeräumt, um das Klappern zu vermeiden. Gleichzeitig habe ich gemerkt: Wenn ich die hohen Anteile zu sehr reduziere, leidet das Sprachverstehen. Also habe ich durchgehalten – ungefähr ein halbes Jahr, bis mein Gehirn das Geräusch wieder als „normal“ einsortiert hat.

Das ist einer der Gründe, warum ich heute immer wieder betone: Hörgeräte sind ein Trainingsprogramm für das Gehirn, kein Schalter, den man einfach umlegt.


4. Vom Kunden zur Hörakustikerin – wie ich in den Beruf gekommen bin

Während meiner Anpassung hat mich mein damaliger Hörakustiker sehr aktiv in Richtung Berufseinstieg gedrängt. Er wusste, dass ich auf Jobsuche war und hat mir immer wieder Stellenausschreibungen und Fachzeitschriften hingelegt. Seine Botschaft war klar: Es gibt viele offene Stellen, bewirb dich doch in der Hörakustik.

Eigentlich wollte ich nach der ersten Ausbildung nicht direkt wieder eine neue beginnen. Ich wollte endlich „durchstarten“. Trotzdem hat mich die Idee nicht losgelassen. Am Ende habe ich es als Schicksalsentscheidung genommen: Ich habe mich sehr kurzfristig bei zwei größeren Ketten beworben – und wurde genommen.

So habe ich 2009 die Ausbildung zur Hörgeräteakustikerin begonnen – ungefähr zur gleichen Zeit, in der meine erste Hörgeräteversorgung abgeschlossen wurde. In der Ausbildung habe ich das Thema Hören dann von der anderen Seite kennengelernt: Technik, Anpassung, Diagnostik, Alltag mit Kundinnen und Kunden.

Nach der Gesellenzeit habe ich einige Jahre gearbeitet und mich dann für den Meister entschieden. Der Auslöser war weniger Glamour als Pragmatik: Ich hatte de facto schon viel Verantwortung für Fachgeschäftsorganisation und Vertretung übernommen, wollte aber auch die entsprechende Qualifikation und Bezahlung dazu. Also habe ich den Meister berufsbegleitend nachgeholt – mit Arbeit, kleinem Kind und viel Lernstoff. Rückblickend weiß ich: Es hat funktioniert, aber es hat auch viel Kraft gekostet.


5. Fachkräftemangel, Verantwortung und Meisterschule

Im Podcast sprechen wir auch über den Fachkräftemangel in der Hörakustik. Es werden deutlich mehr Menschen mit Hörsystemen versorgt werden müssen, als Fachleute nachkommen. Aus Sicht der Branche ist das eine Herausforderung, für junge Leute aber auch eine Chance: Wer sich für den Beruf entscheidet, findet fast überall eine Stelle.

Die Meisterschule hat mir fachlich noch einmal viel gebracht:

  • Vertiefte Einblicke in Audiologie, CI-Versorgung und Krankheitsbilder.
  • Mehr Verständnis für psychologische Aspekte in der Beratung.
  • Ein gutes Gefühl für Betriebswirtschaft, Preisstrukturen und Prozesse.

Ich mag Zahlen, Statistiken und das Weiterdenken von Abläufen – auch wenn ich mich selbst als chaotisch beschreibe. Diese Mischung hilft mir heute, wenn ich darüber spreche, wie sich Preise zusammensetzen oder warum bestimmte Abläufe in der Versorgung so gestaltet sind, wie sie sind.


6. Mein Vorteil als schwerhörige Hörakustikerin

Im Gespräch fragen Gabor und Klaus sehr deutlich: Ist es in der Beratung ein Vorteil, selbst Hörgeräteträgerin zu sein? Aus meiner Sicht: ganz klar ja.

Zum einen gibt es ein anderes Vertrauensverhältnis. Wenn ich Kundinnen und Kunden erkläre, warum bestimmte Einstellungen wichtig sind oder warum Geduld nötig ist, spreche ich nicht nur als Fachperson, sondern auch als jemand, der genau diese Phase selbst durchlaufen hat. Kolleginnen haben mich teilweise bewusst mit ins Gespräch geholt, wenn sie das Gefühl hatten, dass ihre Erklärungen nicht ankommen.

Zum anderen kann ich Beschreibungen besser einordnen. Wenn jemand sagt, dass Geräusche „aus allen Richtungen kommen“, „unangenehm hart“ wirken oder dass Menschen plötzlich „wie aus dem Nichts vor einem stehen“, weiß ich genau, was gemeint ist. Dieses Erleben ist schwer zu verstehen, wenn man es nie selbst gespürt hat.

Dazu kommt: Ich kenne sowohl das Leben ohne Hörgerät, das Leben mit leichtgradigem Verlust als auch den Alltag mit mittel- bis hochgradiger Schwerhörigkeit. Diese persönlichen Erfahrungen fließen in meine Beratungsperspektive ein – und genau das war auch ein Ausgangspunkt für SarahsOhr.


7. Erwartungen, Missverständnisse und die Rolle der Angehörigen

Ein großer Block im Podcast dreht sich um Erwartungen. Ein Satz, den ich im Fachgeschäft unzählige Male gehört habe: „Jetzt habe ich schon Hörgeräte – und muss immer noch nachfragen.“

Hier kommen mehrere Punkte zusammen:

  • Viele Angehörige erwarten, dass Hörgeräte alles „wieder normal“ machen.
  • Das maximal mögliche Sprachverstehen mit Hörsystem liegt nicht automatisch bei 100 Prozent.
  • Selbst 50 Prozent Sprachverstehen bedeuten, grob gesprochen, jedes zweite Wort muss aus dem Kontext ergänzt werden.

Um das greifbar zu machen, nutze ich gern einen Vergleich aus dem Podcast: Niemand würde erwarten, dass eine hochmoderne Prothesenhand ein natürliches Berührungsgefühl erzeugt. Bei Hörgeräten wird dieses Wunderding aber oft stillschweigend vorausgesetzt.

Deshalb ist es so wichtig, Angehörige mit ins Boot zu holen. In vielen Fällen habe ich bewusst darum gebeten, dass Partnerinnen, Kinder oder Freundinnen mit zu einem Termin kommen. Dann kann man in Ruhe erklären, warum Hörgeräte helfen – aber auch, wo Grenzen sind, warum Nachfragen normal bleiben dürfen und wie Kommunikation für alle leichter wird.


8. Höralltag, Gehirntraining und Geräuschüberempfindlichkeit

Ein wichtiger Schwerpunkt im Gespräch ist die Frage: Was passiert im Gehirn, wenn man lange schlecht hört – und dann mit Hörgeräten versorgt wird?

Wir sprechen darüber, dass das Gehirn Geräusche aktiv aussortiert, wenn sie als nicht relevant eingeschätzt werden. Das klassische Beispiel aus dem Podcast: Wer in eine Wohnung mit lauter Bahnhofsnähe zieht, hört anfangs jede Zugdurchfahrt. Nach einigen Tagen oder Wochen blendet das Gehirn den Lärm aus. Ein ähnlicher Mechanismus greift bei der Gewöhnung an Hörgeräte.

In meinem eigenen Verlauf kam später noch Geräuschüberempfindlichkeit dazu, vor allem nach dem Burnout. Bestimmte Geräusche waren plötzlich schwer erträglich, obwohl ich wusste, dass sie „eigentlich nur Alltag“ sind. Im Gespräch erzähle ich, dass das inzwischen besser geworden ist, aber meine Wahrnehmung weiterhin empfindlicher ist als früher. Gleichzeitig akzeptiere ich heute, dass ich für Situationen mit viel Lärm mehr Energie einplanen muss.

All das zeigt: Hören ist kein rein technisches Thema. Es ist immer auch ein Thema für das Gehirn, für die Psyche und für den Energiehaushalt.


9. Burnout, Maskenzeit und der Punkt, an dem es nicht mehr ging

Mein Weg zurück aus der Hörakustik ist eng mit der Corona-Zeit verbunden. Mit Maskenpflicht sind zwei Dinge weggebrochen, auf die ich unbewusst stark gebaut hatte: Lippenlesen und Gesichtsausdruck.

Plötzlich musste ich acht Stunden am Tag ohne visuelle Unterstützung verstehen. Dazu kamen:

  • ein mittel- bis hochgradiger Hörverlust,
  • ständiger Kundenkontakt im Laden,
  • meine Legasthenie, die zusätzlich Konzentration beim Lesen und Schreiben fordert.

Im Podcast beschreibe ich es so: Es fühlte sich an, als würde ich drei Jobs gleichzeitig machen – Hörarbeit, Schreib- und Lesearbeit und normalen Akustikeralltag. Irgendwann hat mein Körper die Notbremse gezogen. Ein sehr lauter Tinnitus, massive Erschöpfung und schließlich die Diagnose Burnout waren die Folge.

In der Reha wurde klar: Der klassische Ladenbetrieb ist für mich so nicht mehr tragbar. Das anzunehmen war schwer, denn ich habe diesen Beruf geliebt. Die Hörakustik war mein Traumjob. Gleichzeitig musste ich akzeptieren, dass Gesundheit Vorrang hat.


10. Teilhabe am Arbeitsleben – neue Wege mit Unterstützung

Weil ich meinen Beruf aus medizinischen Gründen nicht mehr voll ausüben konnte und einen Grad der Behinderung von 60 Prozent habe, stand mir eine berufliche Teilhabe am Arbeitsleben zu. Im Podcast erzähle ich von einem beruflichen Trainingszentrum, in dem ich mit psychologischer Begleitung klären konnte, wohin die Reise beruflich gehen kann.

Wichtige Bausteine in dieser Phase:

  • Trauer um den alten Beruf ernst nehmen.
  • Ressourcen und Stärken neu sortieren.
  • Gesundheit als Rahmenbedingung akzeptieren.

Ganz von der Akustik loslassen konnte und wollte ich nicht. Ich habe einen Abstecher in ein Online-Akustiker-Business gemacht, im Telefonsupport und bei Remote-Anpassungen mitgearbeitet. Telefonieren klingt für eine schwerhörige Person erst einmal paradox, aber mit der richtigen Technik (Streamer, Headset, ruhiger Raum) kann das sogar leichter sein als manche Face-to-Face-Situation.

Später wurde die Abteilung geschlossen und ich musste erneut umdenken. Parallel dazu entstand der Wunsch, meine kreativen, technischen und kommunikativen Fähigkeiten neu zu bündeln.


11. Weiterbildung, Crash Nummer zwei und der Entschluss zur Neuausrichtung

In der Podcastfolge erzähle ich auch von meiner Weiterbildung zur Online-Redakteurin, die mir großen Spaß gemacht hat. Schreiben, Online-Struktur, Inhalte aufbereiten – das alles passt gut zu mir, auch wenn mir Lesen und Schreiben durch die Legasthenie nicht zufliegt. Mit passenden Strategien funktioniert es aber.

Zwischendurch gab es noch einen Versuch, als Fachgeschäftsleiterin in Teilzeit zurück in die klassische Hörakustik zu gehen. Auch dieser Versuch endete in einem erneuten Crash. Das war der Moment, an dem ich für mich beschlossen habe: Ich brauche einen anderen beruflichen Rahmen, der langfristig mit meiner Gesundheit vereinbar ist.

Mit Therapie, Unterstützung aus meinem Umfeld – unter anderem durch Klaus – und etwas zeitlichem Abstand ist mein Selbstbewusstsein Schritt für Schritt zurückgekommen. Heute bin ich mitten in der Weiterbildung zur KI-Medien- und Contentgestalterin und nutze die Zeit, um meine Ideen für SarahsOhr zu schärfen und Reichweite aufzubauen.


12. Vorurteile, Unsichtbarkeit und warum Empathie so wichtig ist

Ein zentrales Thema in der Podcastfolge sind Vorurteile gegenüber Menschen mit Hör- und Sprachbeeinträchtigungen. Ich erzähle von Erfahrungen aus meinem familiären Umfeld – zum Beispiel von meinem gehörlosen Schwager, der im Krankenhaus kaum verstanden wird, weil niemand gebärdet, oder von Situationen, in denen undeutliche Aussprache automatisch mit geistiger Einschränkung gleichgesetzt wird.

Solche Erlebnisse führen dazu, dass Betroffene oft in eine defensive Haltung gehen. Wer immer wieder kämpfen muss, um ernst genommen zu werden, rechnet irgendwann reflexartig mit Ablehnung. Gleichzeitig gibt es viele Menschen, die helfen wollen, aber nicht wissen, wie – und manchmal übergriffig handeln, ohne es zu wollen.

Der Kern: Empathie bedeutet, nachzufragen, statt zu unterstellen. Ob in der Medizin, im Alltag oder in der Hörakustik – ein einfaches „Wie kann ich es dir leichter machen?“ ist oft mehr wert als jede Schnelllösung.


13. Warum ich SarahsOhr gegründet habe

All diese Erfahrungen – als Angehörige, als Betroffene, als Hörakustikermeisterin, als jemand mit Burnout-Erfahrung – haben dazu geführt, dass ich SarahsOhr gegründet habe.

Im Podcast formuliere ich mehrere Gründe:

  • Gute Informationen zu Hörverlust sind schwer auffindbar, oft technisch und trocken.
  • Schwerhörigkeit ist eine unsichtbare Behinderung, über die wenig offen gesprochen wird.
  • Hörgeräte werden häufig versteckt, während Brillen selbstverständlich und sichtbar sind.
  • Es gibt zwar starke Communities (zum Beispiel Gehörlosen- und CI-Community), aber die Gruppe der Schwerhörigen bleibt oft dazwischen hängen.

Mit SarahsOhr möchte ich:

  • Aufklärung leisten – verständlich, praxisnah und ohne Fachchinesisch.
  • Mut machen, offen über Hörverlust zu sprechen.
  • Humor ins Thema bringen, ohne es kleinzureden.
  • Sichtbarkeit schaffen, damit Hörverlust nicht mehr versteckt werden muss.
  • Angehörige einbeziehen, damit das Miteinander leichter wird.
  • Hörakustikerinnen und Hörakustiker unterstützen, indem ich die Betroffenenperspektive sichtbar mache.

Dabei ist mir wichtig, dass es ein Wir-Gefühl gibt: Betroffene, Angehörige, Fachleute – alle haben etwas davon, wenn Hören verständlicher wird.


14. Sichtbarkeit als Chance – für Betroffene und für die Hörakustik

Im Gespräch betonen wir auch den Nutzen für die Hörakustik-Branche. Gut informierte Kundinnen und Kunden, die wissen, was Hörgeräte leisten können und was nicht, arbeiten aktiver mit und treffen Entscheidungen bewusster. Das spart am Ende Zeit, Nerven und sorgt für bessere Ergebnisse.

Aus meiner Sicht ist das ein klassisches Win-win:

  • Betroffene gewinnen Klarheit und Selbstbestimmung.
  • Angehörige verstehen besser, was los ist.
  • Hörakustiker sparen Erklärschleifen und können ihre Kompetenz deutlicher zeigen.

Und genau deswegen ist Sichtbarkeit so wichtig. Ein Hörgerät, das aktiv gezeigt wird, lädt eher zum Gespräch ein als eines, das ängstlich versteckt wird.


15. Ausblick – wie es weitergeht

Am Ende der Podcastfolge kündigen Gabor und Klaus an, dass es mit mir eine zweite Folge geben wird. Dort soll es vor allem um meine aktuelle KI-Weiterbildung, konkrete Projekte und Zukunftspläne für SarahsOhr gehen.

Für mich fühlt es sich so an: Ich habe eine intensive Reise hinter mir – von der Informatikkauffrau zur Hörakustikermeisterin, vom Hörsturz über Burnout zur Neuausrichtung. Jetzt beginnt eine neue Phase, in der ich meine Erfahrungen mit digitalen Medien, KI und Content bündeln kann, um das Thema Hören noch sichtbarer zu machen.

Mein Leitgedanke, den ich im Podcast formuliere, bleibt:

Gutes Hören verdient gute Sichtbarkeit.


Podcast anhören

Wenn du die Originalfolge hören möchtest, findest du den Podcast hier:

Zur Podcast-Folge bei den Akustik-Pionieren

Diese schriftliche Version enthält alle Inhalte der Folge in lesbarer Form. Wenn dir das hilft oder du Ideen und Feedback hast, freue ich mich, wenn du mir schreibst – Kontakt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert