Grad des Hörverlusts einfach erklärt
Hörverlust wird in der Medizin in verschiedene Grade eingeteilt. Diese Einteilung hilft Ärztinnen, Hörakustikern und Therapeutinnen zu verstehen, wie stark das Gehör eingeschränkt ist und welche Unterstützung sinnvoll sein kann.
Die Einteilung basiert auf dem durchschnittlichen Hörverlust im Audiogramm, gemessen in Dezibel (dB).
Die Grade des Hörverlusts
| Grad | Hörverlust | Was bedeutet das im Alltag? |
|---|---|---|
| leichtgradige Schwerhörigkeit | ca. 20–40 dB | Leise Sprache oder entfernte Stimmen sind schwer zu verstehen. |
| mittelgradige Schwerhörigkeit | ca. 40–60 dB | Normale Gespräche werden zunehmend schwierig. |
| hochgradige Schwerhörigkeit | ca. 60–80 dB | Sprache ist kaum noch verständlich. |
| an Taubheit grenzend | über 80 dB | Nur sehr laute Geräusche oder starke Vibrationen werden wahrgenommen. |
Warum spricht man medizinisch selten von „taub“?
Der Begriff „taub“ wird im Alltag häufig verwendet. In der Medizin spricht man jedoch meist von „an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit“.
Der Grund: Auch bei sehr starkem Hörverlust können häufig noch einzelne Geräusche oder Vibrationen wahrgenommen werden.
Der Begriff beschreibt also genauer, wie stark das Gehör eingeschränkt ist.
Was bedeutet das für Kinder mit Hörverlust?
Bei Kindern ist eine frühe Unterstützung besonders wichtig. Je nach Grad des Hörverlusts können verschiedene Hilfsmittel eingesetzt werden.
- Hörgeräte
- Cochlea-Implantate
- Frühförderung
- Hörtraining
Mit der richtigen Unterstützung entwickeln viele Kinder ein gutes Sprachverständnis und Selbstvertrauen im Alltag.
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