Warum Liane ein Kinderbuch geschrieben hat?

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Eltern & Kinder

Die kleine Hörperle – ein Kinderbuch über Hören, Gefühle und den eigenen Weg

Wie erklärt man Kindern eigentlich, wie Hören funktioniert? Und wie spricht man über Hörgeräte oder Cochlea-Implantate – ohne Angst zu machen?

Genau aus dieser Situation heraus ist das Kinderbuch „Die kleine Hörperle“ entstanden. Im ersten Artikel hast du bereits die persönliche Geschichte hinter dem Buch kennengelernt. Hier geht es jetzt um das Buch selbst – und darum, was es für Familien so besonders macht.

Hinweis: unbezahlte Werbung wegen Verlinkung des Buchs.

Illustration einer Mutter mit zwei kleinen Mädchen, eines mit Hörgerät und eines mit Cochlea-Implantat.
Eine Familie mit zwei Mädchen – eines trägt ein Hörgerät, das andere ein Cochlea-Implantat.

Warum dieses Buch entstanden ist

Beim Schreiben war Liane vor allem eines wichtig: Kinder sollen sich verstanden fühlen. Nicht überfordert. Nicht „anders“. Sondern einfach gesehen.

Das Buch arbeitet bewusst mit Bildern, Metaphern und kleinen magischen Momenten. Denn genau so lernen Kinder. Und genau so fühlen sie.

„Es soll verstanden werden – auch von den Kleinsten. Und ihnen ein positives Gefühl geben – nicht extra zu sein, sondern einfach einen anderen Weg zu haben.“

Besonders wichtig ist ihr auch die Ebene der Gefühle. Kinder sollen nicht nur verstehen, was sie hören oder nicht hören – sondern auch lernen, ihre eigenen Gefühle besser einzuordnen.

Vom persönlichen Weg zum Kinderbuch

Wenn du die Geschichte hinter dem Buch noch nicht kennst, lies zuerst gern den ersten Beitrag: Wie es ist, schwerhörige Kinder zu haben.

Dieser Folgeartikel schaut genauer auf das Buch selbst. Also auf die Idee dahinter, die Botschaft der Autorin und darauf, wie Familien es im Alltag nutzen können.

„Ich finde, es gibt nichts Schöneres, als wenn ein Kind seine Gefühle zuordnen kann oder weiß, wie es sich verständlich machen kann.“

So ist das Buch aufgebaut

Schon das Inhaltsverzeichnis zeigt, dass das Buch Kinder Schritt für Schritt durch das Thema Hören führt.

Dadurch wird schnell sichtbar, dass hier nicht nur eine schöne Geschichte erzählt wird, sondern auch Wissen kindgerecht und verständlich aufbereitet ist.

Inhaltsverzeichnis des Kinderbuchs Die kleine Hörperle mit Übersicht der Kapitel rund um das Thema Hören.
Das Inhaltsverzeichnis zeigt die einzelnen Stationen der Hörreise im Buch.

Ein Blick ins Buch

Die Geschichte beginnt ganz ruhig und nahbar. Ein kleines Mädchen namens Aurelia sitzt mit ihrer Mama am Strand. Sie hält eine Muschel ans Ohr und hört das Meer rauschen.

Und dann stellt sie eine dieser typischen Kinderfragen: „Mama, warum höre ich das Meer in der Muschel?“

Aus dieser einfachen Frage entsteht eine fantasievolle Reise durch das Hören. Das Ohr wird dabei wie eine große Muschel erklärt. Und tief im Inneren entsteht eine „Perle“ – als Symbol für das, was wir hören.

Zwei Kinder mit Hörhilfen schauen gemeinsam in das Kinderbuch Die kleine Hörperle.
Kinder entdecken gemeinsam das Buch „Die kleine Hörperle“.
Illustration aus dem Kinderbuch Die kleine Hörperle mit Aurelia und ihrer Mama am Strand, die das Hören über eine Muschel entdecken.
Einstieg in die Geschichte: Aurelia entdeckt das Hören über eine Muschel am Strand.

Beispielseite aus dem Buch

Gerade bei einem Kinderbuch ist das spannend, weil man so nicht nur den Inhalt versteht, sondern auch direkt ein Gefühl für die Gestaltung bekommt.

Kleine Helfer fürs Hören

Im ersten Buch stehen Hörgeräte und Cochlea-Implantate noch nicht im Mittelpunkt. Der Fokus liegt darauf, Hören überhaupt erst einmal zu verstehen.

Gleichzeitig werden sie bereits vorsichtig als Helfer eingeführt. Kindgerecht, ruhig und ohne Druck.

Ein Hörgerät wird dabei wie ein kleiner Verstärker beschrieben – fast wie ein Megafon für leise Töne. Ein Cochlea-Implantat wird als direkter Weg ins Innere angedeutet – als Unterstützung, wenn der natürliche Weg nicht ausreicht.

Aber ganz bewusst ohne tief ins Detail zu gehen. Denn im ersten Buch geht es vor allem um eines: Verstehen, Sicherheit und Ankommen. Wenn du tiefer in das Thema einsteigen willst, findest du hier weitere Erklärungen auf SarahsOhr: Cochlea-Implantat einfach erklärt.

Hören im Alltag erleben

Das Buch bleibt nicht nur bei der Erklärung. Es geht einen Schritt weiter – in den Alltag.

Kinder können zum Beispiel eine eigene Hörmuschel basteln und diese nutzen, um ihren Tag zu reflektieren.

  • Was habe ich heute gehört?
  • Was hat mir gut gefallen?
  • Was war vielleicht zu laut?

Das ist ein richtig schöner Ansatz. Denn so wird Hören nicht nur erklärt, sondern im Alltag erlebbar gemacht.

Kind mit Hörgerät erklärt im Kindergarten anderen Kindern, wie sein Hörgerät funktioniert.
Kinder sind oft neugierig – und manchmal die besten Erklärer für ihr eigenes Hörgerät.

Wie Kinder mit dem Buch Brücken bauen

Ein besonders schöner Gedanke hinter dem Buch: Kinder werden selbst zu Erklärern.

Viele Kinder wollen wissen: „Was ist das an deinem Ohr?“ Und genau hier hilft das Buch.

Denn wenn ein Kind versteht, was es hört – oder später, was es trägt – kann es das auch anderen erklären. Und plötzlich entstehen ganz natürliche Gespräche. Im Kindergarten. In der Schule. Im Alltag. Ganz ohne Druck.

Eine Buchreihe, die Schritt für Schritt begleitet

„Die kleine Hörperle“ ist erst der Anfang. Die Autorin plant mehrere Bücher, die die Hörreise Schritt für Schritt begleiten.

  • Band 1: Die kleine Hörperle – Eine magische Reise durch Aurelias Ohr
    Verstehen, wie Hören funktioniert
  • Band 2: Die Verwandlung der kleinen Hörperle – Linus magische Reise zum Wort-Schatz
    Wie aus Hören Sprache wird
  • Band 3: Das Lied der kleinen Hörperle – Finn und das Erwachen der Klänge
    Hörgeräte und der Alltag damit
  • Band 4: Die kleine Hörperle und der Klangkompass – Eine magische Verbindung für Nola
    Cochlea-Implantat und der nächste Schritt

So entsteht nach und nach ein Gesamtbild. Vom ersten Geräusch bis zur eigenen Sprache.

Einordnung & weitere Infos

Liane beschreibt selbst, dass sie bei ihrer Suche nach Kinderbüchern zum Thema kaum passende Inhalte gefunden hat. Ein Buch, das ihr in einer bestimmten Phase geholfen hat, war das Leo-Buch von Cochlear.

Ihr eigener Ansatz geht aber bewusst breiter: nicht nur eine einzelne Versorgungssituation, sondern die ganze Reise von Hören, Sprache, Hörgerät und Cochlea-Implantat kindgerecht zu begleiten.

Mehr über Liane und ihr Projekt findest du hier: Instagram-Kanal von „kleine.hoerperle“.

Die wichtigste Botschaft

Alles hat seine Zeit. Jeder kommt in seinem eigenen Tempo ans Ziel. Mit Mut und Geduld.

Fazit

„Die kleine Hörperle“ ist kein klassisches Sachbuch. Und auch kein reines Bilderbuch.

Es ist eine Mischung aus Geschichte, Erklärung, Gefühl und Alltag. Es nimmt Druck raus, macht Mut und hilft Kindern – und Eltern – das Thema Hören besser zu verstehen.

Deine Erfahrung zählt

Kennst du Kinderbücher zum Thema Hören? Oder hast du „Die kleine Hörperle“ vielleicht schon gelesen?

Schreib es gern in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.

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